Hitzeschäden auf Deutschlands Autobahnen

sh | stvo.de - 23.06.2017

In dieser Woche herrschen extrem heiße Temperaturen in Deutschland.
Diese Hitze wirkt sich auch negativ auf die Straßen aus. Besonders betroffen sind die Betonfahrbahnen und die alten Beton-Autobahnen. Ab 28 Grad können bei diesen Strecken Hitzeschäden entstehen. Der Fachmann spricht von sogenannten „Blow-ups“, wenn sich aufgrund der hohen Temperaturen der Beton aufwölbt. Genauer gesagt wird nur die obere Betonschicht heiß, dehnt sich aus, wölbt sich nach oben und die oberste Schicht bricht auf. Deshalb wird dieser Zustand „Blow-up“ genannt.

Aus diesem Grund müssen Autofahrer zurzeit mit Fahrbahnschäden und Verkehrseinschränkungen rechnen. Motorradfahrern wird empfohlen, die betroffenen Strecken nicht zu befahren. Denn Blow Ups sind für alle Verkehrsteilnehmer sehr gefährlich und führen immer wieder zu verheerenden Unfällen. Tempolimits aufgrund der Hitze gibt es derzeit auf den Abschnitten: A5 und A6 beim Autobahnkreuz Walldorf, A81 nördlich von Heilbronn und A7 nördlich von Ulm.
Auf der A94 München-Ost und Hohenlinden gibt es in beide Richtungen Tempolimits. Hier gilt besondere Vorsicht für Autofahrer.

Laut Dr. Markus Schäpe, Leiter der Abteilung Verkehrsrecht beim ADAC, sind die Autobahn- und Straßenmeistereien dazu verpflichtet die Fahrbahnen stärker zu kontrollieren. Um Unfälle zu vermeiden, sollte schon bei den kleinsten Mängeln der Verkehr durch Warnschilder gewarnt oder im äußersten Fall eine Streckensperrung veranlasst werden.
Wenn eine solche Warnung besteht, dann gilt auf Autobahnen das Tempolimit 80. In Bayern und Baden-Württemberg gilt eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung beispielweise von 10 Uhr morgens bis 20 Uhr abends.
Das Ziel der Autobahndirektion Südbayern ist es das Autobahnnetz zu erneuern. In der Zwischenzeit können Dehnungsstreifen die Sicherheit erhöhen. Diese lassen sich in die Fahrbahn integrieren und entlasten sie vorübergehend.

Quellen:
ADACtzfocus