Verkehrserziehung

sh | stvo.de - 19.05.2017

Laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2015, kommt durchschnittlich alle 19 Minuten ein Kind unter 15 Jahren zu Schaden. Davon kamen insgesamt 84 Kinder infolge eines Verkehrsunfalls ums Leben. Da Kinder als schwächste Verkehrsteilnehmer gelten und daher das Gefahrenpotential für sie im Straßenverkehr besonders hoch ist, muss ihnen die Verkehrssicherheit durch Eltern und Lehrer erlernt werden. Der folgende Text klärt auf.

Verkehrserziehung muss Kindern ebenso wie das Laufen und Sprechen erlernt werden. Das liegt vor allem daran, dass Kinder nicht die Fähigkeit besitzen, Gefahren des Straßenverkehrs von Geburt an richtig einschätzen zu können. Diese Fähigkeit und das nötige Wissen über den Straßenverkehr, soll Kindern bei der Verkehrserziehung nahegebracht werden. Heutzutage bieten nicht nur Grundschule sondern sogar Vorschulen und Kindergärten eine Verkehrserziehung in spielerischer und altersgerechter Weise an. Dabei ist jedoch nicht nur wichtig, dass die Kinder die nötigen Informationen erhalten, sondern dass diese auch von den Eltern und Lehrern, die für die Kinder sowohl Bezugsperson als auch Vorbildfunktion darstellen, eingehalten werden. Daher sollten vor allem Eltern den Kindern das richtige Verhalten vorleben. Dazu zählt beispielsweise das Prüfen der Fahrbahn vorm Überqueren oder das Halten an einer Ampel, wenn diese Rot zeigt. Zudem ist es für Kinder wichtig, eine Erklärung dafür zu bekommen, weshalb das vorgelebte Verhalten eingehalten und beachtet werden muss. Nur so können Kinder die Grundregeln verinnerlichen.

Wie schon erwähnt, bilden neben dem Elternhaus auch Kindergärten und Schulen die Kindern zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr aus. Dies sollte so früh, wie möglich geschehen. Kinder, die die selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr schon im Kindergartenalter erlernen, erhalten einen sicheren Grundstein für ihre Sicherheit. Da Kindergartenkinder jedoch meist noch keinen Sachunterricht erhalten, erfolgt hier in erster Linie eine Bewegungsförderung, die die Auswirkungen von Geschwindigkeiten, Beschleunigung oder Bremsen erlernt. Außerdem wird auf eine spielerische Art und Weise die Koordination des Kindes trainiert, das Reaktionsvermögen verbessert und die Sicherheit bei den Bewegungsabläufen erhöht. Bei der Wahrnehmungsförderung werden hingegen die Sinne geschult. Die Kinder sollen eine herannahende Gefahr durch optische und akustische Reize vorzeitig erkennen und diese über die Verständigungsförderung an andere weiterzugeben.

In der Grundschule erfolgt die Verkehrserziehung dann auch in Form von Sachunterricht. Die Thematiken werden sowohl fächer- als auch jahrgangsübergreifend gelehrt und in vielen Fällen sogar von der örtlichen Polizei unterstützt. Folgende drei Bestandteile der Thematik der Verkehrserziehung werden in der Regel gelehrt:

  1. Klasse – Der sichere Schulweg
  2. Klasse – Die Gefahren für Kinder im Straßenverkehr
  3. Klasse/ 4. Klasse – Die Radfahrausbildung mit Fahrradprüfung

Vor allem auf dem Weg zur Schule verstecken sich viele Risiken und Gefahren für die Kinder. Daher haben Eltern oft Angst davor, ihre Kinder alleine zur Schule zu schicken. Durch die Verkehrserziehung sollen den Kindern die wichtigsten Regeln und Vorschriften erlernt werden. Thematisiert werden auch die Gegebenheiten, die der Schulweg vorgibt, also die Ampel, die Sichtbarkeit bei Dunkelheit und der Zebrastreifen.

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