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Erste Hilfe bei Unfällen

sh | stvo.de - 16.12.2016

Erste Hilfe bei Unfällen

Jeder ist dazu verpflichtet einem Menschen Hilfe bei Unfällen oder Gefahr zu leisten, wenn ihm es die Umstände erlauben. Dies ist sogar im Strafgesetzbuch im Paragraph 323c Unterlassene Hilfeleistung festgehalten.

Eine Umfrage des ADAC ergab, dass sich 72 Prozent der Befragten zutrauen, bei einem Unfall zu helfen. Jedoch konnte sich nur ein Drittel an die Grundlagen erinnern, da der Großteil den Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen ihres Führerscheins absolvierte.

  • 54 Prozent der Befragten waren sich unsicher, was bei der stabilen Seitenlage eines normalatmenden, bewusstlosen Menschen zu beachten ist.
  • 57 Prozent setzten bei einer Herzdruckmassage die Hände richtig auf.
  • 37 Prozent der Befragten hätten die Herz-Lungen-Wiederbelebung so lange durchgeführt, bis die Rettung eintrifft.

Wenn man selbst einen Unfall hat, möchte man dann nicht auch Hilfe erhalten? Also sollte man auch Hilfe geben, wenn sich ein anderer in einer Notsituation befindet.

 

Rettungskette:

1. Unfallstelle absichern

  • Warnweste tragen.
  • Warnleuchten einschalten.
  • Warndreieck in ca. 100 Meter Entfernung aufstellen (bei einem Unfall nach einer Kurve: Warndreieck vor der Kurve aufstellen).
  • Verkehr zum langsamen Fahren auffordern (Auf- und Abwärtsbewegungen mit den Armen).
  • Um Mitthilfe bitten.

 

2. Reaktion der betroffenen Person überprüfen

  • Betroffenen ansprechen.
  • An der Schulter rütteln.
  • Überprüfung der Atmung.
    • Kopf überstrecken.
    • Luftstrom spürbar?
    • Bewegungen des Brustkorbs?


3. Absetzen des Notruf 112

  • Wo ist der Unfall?
  • Was ist vorgefallen?
  • Wie viele Personen sind verletzt?
  • Welche Verletzungen hat der Betroffene?
  • Warten – die Rettungsstelle könnte Rückfragen haben!


4. Rettungsgriff – wenn sich die Person noch im Auto befindet

  • Tür öffnen und verletzte Person ansprechen.
  • Zündung des Autos ausschalten.
  • Überprüfung der Beine, ob diese eingeklemmt sind.
  • Lösen des Sicherheitsgurts.
  • Umgreifen des Betroffenen von hinten in Sitzflächenhöhe und drehen.
  • Unterarme unter die Achseln des Betroffenen legen und den Unterarm mit den Fingern oben greifen.
  • Ziehen des Betroffenen auf einen Oberschenkel und schleppen an einem sicheren Ort.

 

5. Stabile Seitenlage – bei Personen, die normal atmen, aber bewusstlos sind

  • Rückenlage des Betroffenen und einen Arm im 90-Grad-Winkel nach oben neben den Kopf legen.
  • Das gegenüberliegende Bein aufstellen und den anderen Arm mit der Handfläche auf das Gesicht legen.
  • Über das aufgestellte Bein den Körper auf die Seite rollen – die Hand auf dem Gesicht sollte mit der eigenen gestützt werden.
  • Nachdem sich der Betroffene in der Seitenlage befindet, wird noch sein Kopf überstreckt und sein Mund geöffnet.
  • Das obenliegende Bein wird im 90-Grad-Winkel zur Hüfte ausgerichtet.
  • Die Hand unter der Wange wird so ausgerichtet, dass die Position des überstreckten Kopfs beibehalten wird und das Gesicht nach unten zeigt.

 

6. Schocklagerung – wenn der Betroffene ansprechbar ist

  • Rückenlage des Betroffenen.
  • Beine hochlegen und eine Decke über den Betroffenen legen.
  • Kontinuierlich die Atmung überprüfen.
  • Diese Lagerung sollte eingesetzt werden, wenn der Betroffene friert, seine Haut kalt oder blass ist sowie wenn er in einem verwirrten Zustand ist.
  • Sie sollte nicht angewendet werden, wenn der Betroffene unter Luftnot oder an einem Engegefühl in der Brust leidet.

 

7. Wiederbelebung

  • Überprüfen, ob der Betroffen auf Ansprache oder leichtes Rütteln an der Schulter reagiert.
  • Überprüfung, ob Atmung vorhanden ist.
  • Herzdruckmassage
    • Neben den Betroffenen auf Höhe seines Brustkorbs knien.
    • Hand auf das untere Drittel des Brustbeins platzieren.
    • Handballen der anderen Hand auf die bereits auf dem Brustbein liegende legen.
    • Die Arme durchstrecken und 100 bis 120 Mal 5 bis 6 Zentimeter pro Minute drücken.
    • Der Brustkorb muss nach jedem Druckstoß komplett entlastet werden.
    • Vorgang so lange wiederholen, bis die Rettung eintrifft.
  • Beatmung
    • Falls möglich, nach 30 Stößen die Beatmung durchführen.
    • Mund auf Mund oder Nase des Betroffenen aufsetzen und pusten, bis sich der Brustkorb hebt.
    • 2 Wiederholungen und anschließend wieder Herzdruckmassage.
  • Defibrillator
    • Sollte ein Defibrillator zur Verfügung stehen, kann auch dieser genutzt werden.
    • Das System weißt genau an, was der Rettende zu tun hat.

 

8. Weitere Maßnahmen

  • Mit dem Betroffenen sprechen und ihn beruhigen.
  • Knochenbrüche sollten ruhiggestellt werden.
  • Blutungen möglichst mit Verbänden stillen.

In Zusammenarbeit mit den Apotheken Umschau entwickelte der ADAC einen Faltplan, der die Schritte der Ersten Hilfe aufzeigt. Dieser kann sich ausgedruckt, gefaltet und zum Beispiel im Handschuhfach oder in einem Fach in der Tür im Auto gelagert werden.

 

Weitere Informationen: