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Newsletter Sommer 2015

Was Sie in diesem Newsletter erwartet: Bisher größte Autorückrufaktion in den USA, eine Fernbedienung für das Auto, Diebstahlschutz Fahrräder, Alkohol am Radl-Steuer, Google einmal anders - das Google-Auto
Bisher Größte Autorückrufaktion in den USA
Autorückrufaktion in den USA ms | stvo.de
Wegen defekter Airbags vom japanischen Hersteller Takata mussten schon seit 2013 rund 17 Millionen Autos zur Reparatur in Werkstätten beordert werden. Nun wird diese Summe auf 33,8 Millionen fast verdoppelt, da Takata dem Druck der Verkehrsaufsicht in den USA nachgegeben hat und eine landesweite Rückrufaktion stattfindet. Es sei der komplexeste Rückruf der US-Geschichte, so der Verkehrsminister Anthony Foxx.

Wegen Verarbeitungsmängeln können die Airbags explodieren, wenn es zu Unfällen kommt. Auch ohne Aufprall besteht die Gefahr, dass der Airbag aufgeht und Teile der Metallverkleidung sprengt. Dadurch entstehen Splitter die zu gefährlichen Geschossen werden und die Insassen verletzen, im schlimmsten Fall auch töten können. Es sind bisher mindestens 6 Todesfälle und über 100 Verletzte im Zusammenhang mit den Fehlerhaften Airbags bekannt.

Solange sich Takata weigerte mit den Aufsehern beim Krisenmanagement zusammenzuarbeiten, mussten sie eine Strafe von 14.000 Dollar pro Tag, im Februar von den US-Behörden verhängt, begleichen. Vor dem Entschluss eines landesweiten Rückrufs machte das Unternehmen das heiße und feuchte Klima in Bundesstaaten wie Kalifornien oder Florida für die Fehler in den Airbags verantwortlich. So wollten sie die Rückrufe auf diese Regionen beschränken, bis sie dem Druck der Verkehrsaufsicht schließlich nachgaben und einem landesweiten Rückruf zustimmten.
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Eine Fernbedienung fürs Auto
Eine Fernbedienung fürs Auto tw | stvo.de
Seit die Apple Watch auf dem Markt ist, hat sich die Anzahl der Besitzer solcher Smartwatches verdoppelt. Smartwatch ist dabei eine Armbanduhr, die über ein Display, Sensoren, Aktuatoren sowie vielfältige Computerfunktionalitäten und -konnektivitäten und Internetzugriff verfügt. 2015 will Apple seinen Marktanteil dieser Uhren auf 50 % erhöhen. Kein Wunder ist es also, dass viele Hersteller nun Apps für dieses Gerät entwickeln, um so eine große Kundenbreite zu erreichen.

Auch Fahrzughersteller bieten mittlerweile Apps für die Apple Watch an. Ihren Kunden bieten die Autobauer vielfältige Möglichkeiten, ihr Fahrzeug von der Ferne zu steuern. Hier eine kleine Übersicht:

Audi
Der Hersteller kündigte noch keine App für die Apple Watch an.

BMW: „BMW i-Remote“
Bei BMW i-Remote können Sie Ihr Fahrzeug orten, sowie die Türen aufsperren und den Akkuladezustand des Fahrzeugs anzeigen, sofern dieses ein Elektroauto ist. Des Weiteren werden Ihnen sich in der Nähe befindliche Ladestationen angezeigt und wie lange es noch dauert, bis die Batterien des Elektroautos vollständig aufgeladen haben.

Mercedes Benz: „MB Companion-App“
Auch hier können Sie Ihr Fahrzeug orten. Die App kann aber zusätzlich als Navi genutzt werden, indem sie eine Route schon auf dem Weg zum Auto festlegt und diese anschließend sofort auf das Navigationssystem des Fahrzeugs überträgt.

Opel
Der Hersteller kündigte noch keine App für die Apple Watch an.

Porsche: „Porsche Car Connect für die Apple Watch“
Sie können auch von der Ferne überprüfen, ob Sie die Türen und Fenster geschlossen haben. Außerdem können Sie ihren Wagen orten, verriegeln oder aufsperren. Um der heißen Sommerluft in stehenden Autos vorzubeugen, lässt sich die Klimaanlage des Fahrzeugs durch die App aktivieren. Natürlich funktioniert das auch mit der Heizung. Zuletzt lassen sich der Reifendruck und der Akkuladestand überprüfen.

VW: „Volkswagen Car-Net App für die Apple Watch“
Mit der VW-App können Sie einen freien Parkplatz suchen, sowie die Hupe oder die Licht-Hupe aktivieren. So können Sie beispielsweise ihr Auto im dunklen Parkhaus schneller finden. Weiterhin können Sie überprüfen, ob die Türen und Fenster des Fahrzeugs verschlossen sind und ob die Klimaanlage oder die Heizung angeschaltet ist. Wie bei seinen Vorgängern auch lässt sie App erkennen, wie viel Treibstoff noch im Tank ist und wie es um den Ladestand der Batterie steht.

Tesla
Tesla stellt überdies noch viele weitere nützliche Funktionen bereit. Einen spannenden Überblick können Sie in diesem Video bekommen:

Eine Fernbedienung fürs Auto - Tesla
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Diebstahlschutz Fahrräder
Diebstahlschutz Fahrräder lfsz | stvo.de
Das Wetter wird wieder sonnig und warm, die Leute steigen von Bus, Bahn und Auto auf ihr Fahrrad um. Der geliebte Drahtesel vereint Freizeitvertreib und Mobilität, bietet eine umweltschonende und sportliche Alternative zu anderen Verkehrsmitteln.
Man fährt zum nächstgelegenen See, vielleicht zur Arbeit, zum Bäcker – doch passt man einen Moment nicht auf, könnte das Fahrrad auch schon in den Händen von Dieben gelangt sein.
Damit Ihnen das nicht passiert und Sie Ihr Fahrrad stressfrei abstellen können, haben wir einige Tipps für Sie vorbereitet:
  • Ketten Sie Ihr Rad möglichst an fest angebrachten Gegenständen an.
    Wenn Sie zu zweit unterwegs sind, können Sie auch beide Fahrräder links und rechts an einen dünneren Baum stellen und sie vorne und hinten aneinander sperren, dadurch haben Diebe keine Gelegenheit das Rad einfach nur wegzutragen und das Schloss später zu knacken.
  • Benutzen Sie Schlösser mit dicken Ketten.
    Oft ist es nur eine Sache von ein paar Sekunden das drahtähnliche Spiralschloss durchzuschneiden. Dicke Ketten bieten hier Sicherheit – besonders bei diebstahlgefährdeten Zonen wie Bahnhöfen oder dunklen Seitengassen sind sie zu empfehlen.
  • Stellen Sie Ihr Fahrrad nachts nicht draußen ab.
    Auch auf öffentlichen Plätzen haben es Diebe nachts nicht sonderlich schwer. Vor allem wenn Sie in der Stadt wohnen, sollten Sie Ihr Rad in einen geschlossenen Raum stellen – auch wenn das heißt es in die Wohnung hochtragen zu müssen.
Falls es doch mal passieren sollte, dass Ihr Fahrrad gestohlen wird, wenden Sie sich bitte umgehend an die Polizei. Hierbei sollten Sie eine möglichst detaillierte Beschreibung parat haben, v. a. die Rahmennummer ist einzigartig und somit besonders hilfreich.
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Alkohol am Radl-Steuer
Alkohol am Radl-Steuer tw | stvo.de
Wer sich mit 0,5 Promille hinters Steuer eines Autos setzt handelt ordnungswidrig. Es folgt eine Geldbuße von mindestens 500 Euro, einem Monat Fahrverbot und 4 Punkten in Flensburg. Die „Absolute Fahruntüchtigkeit“ bei 1,1 ‰ wird mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet, während der Führerschein für einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu fünf Jahren entzogen werden kann. In Flensburg werden sieben Punkte registriert. Ab 1,6 ‰ muss zusätzlich zu den bisher genannten Sanktionen die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) durchgeführt werden. Da steigen viele bevorzugt gleich auf das Fahrrad um. Doch darf man betrunken Fahrrad fahren?

Schon ein Bier könnte im Ernstfall zu einer Strafanzeige führen!
Wer sich betrunken auf das Rad setzt, macht sich strafbar. Bei auffälliger Fahrweise, wie dem Fahren von Schlangenlinien, oder einem Unfall, greift bereits eine 0,3 Promille-Grenze. Nur wer diese nicht überschritten hat, kann einer Strafanzeige entgehen. Drei Punkte, die Anordnung einer MPU und ein Bußgeld in Höhe eines Monatsgehalts warten bei einem Alkoholwert von 1,6 ‰ oder mehr im Blut. Wer sich unter Drogeneinfluss auf das Fahrrad schwingt, muss sich ebenfalls einer MPU unterziehen und erhält eine Strafanzeige.

Die Kritik ist hoch
In der Praxis ist der Nachweis einer relativen Fahrunsicherheit, die bei 0,3 ‰ eintritt, ohne Unfall allerdings nur schwer zu erheben. Daher fordern der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und weitere Vereine und Institutionen, dass der Gesetzgeber auch für Radfahrer einen zusätzlichen Gefahrengrenzwert von 1,1 Promille als Bußgeldtatbestand in das Straßenverkehrsgesetz aufnimmt. Am sichersten ist es also bei kurzen Strecken zu Fuß zu gehen oder bei weiten Entfernungen eine Übernachtungsmöglichkeit zu organisieren.
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Google einmal anders - das Google-Auto
Google einmal anders - das Google-Auto tw | stvo.de
Nachdem Anfang Mai 2015 Daimler den ersten selbstfahrenden LKW auf die Straße schickte, zieht jetzt Google mit einem kleinen Zweisitzer nach.
Die normalerweise als Marktführer von Internet-Suchmaschinen bekannte Google Inc. startete 2009 mit der Entwicklung des Prototypen. Seither wuchs die Google-Flotte auf 20 Fahrzeuge heran, die nun mit einer gesamten Teststrecke von 2,7 Mio. km als soweit gesichert gilt, dass das Google-Auto nun auch im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden darf. Mit bis zu 40 km/h fahren die Autos durch die Google Heimatstadt Mountain View.

Technik
Der kleine Stadtflitzer besitzt ein ausgetüfteltes System aus Radar- und Laser-Sensoren. Diese sind auf dem Dach angebracht und tasten ununterbrochen ihre Umgebung ab. Durch eine gleichmäßige Drehung können so Hindernisse bis zu einer Entfernung von bis zu 50 m erfasst werden. Aus den empfangenen Signalen entstehen im Computer des Fahrzeugs schließlich dreidimensionale Bilder, die bis auf 2 cm genau sind. So kann das Fahrzeug durch Hindernisse manövrieren. Zunächst wurde diese Technologie in Fahrzeuge anderer Autohersteller, wie Toyota verbaut. Nun bringt Google auch seine ganz eigenen Autos auf die Straße.

Ausblick
Noch befindet sich das Google-Auto in einer Testphase. Jedoch rechnen Experten damit, dass im Jahr 2020 selbstfahrende Autos regulär im Straßenverkehr auftauchen werden. Diese Autos werden ohne Lenkrad, sowie Gas- oder Bremspedal auskommen. Eine Studie zu Unfällen mit dem Google-Auto weist seit 2009 elf Unfälle auf. Jedoch konnte festgestellt werden, dass bei keinem dieser Unfälle der Google-Zwerg schuldig war. Und nachdem es auch keine schwerwiegenden Schäden oder gar Verletzte gab, kann getrost weiter in diese Technologie investiert werden. Wenn der kleine Flitzer in Zukunft sogar Unfälle vermeidet, wie Urmson, Projektleiter der Roboterfahrzeuge, prophezeit, können wir gefahrlosem und bequemem Autofahren entgegenblicken.
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