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Newsletter Winter 2019

Was Sie in diesem Newsletter erwartet: Wie Ladung bei einem Transport zu sichern ist, welche Vorzüge ein Urlaub mit einem Wohnmobil bietet und welche Verkehrsregeln für Einsatzfahrzeuge gelten.
Wie sichert man die schwere Ladung beim Transport?
Wie sichert man die schwere Ladung beim Transport? sh | stvo.de

Ladungssicherung im Straßenverkehr ist wichtig. Und zwar nicht nur für die Fahrer von Lastwagen oder Transportern. Auch Privatpersonen können schnell an ihre Grenzen kommen, wenn der Schrank aus dem Möbelhaus nach Hause transportiert werden soll. Aus diesem Grund sollte jeder Autofahrer die Grundlagen der Ladungssicherung beherrschen. Nach §22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) gehört es zu den Pflichten eines Fahrzeugführers, das Verrutschen, Um- oder Herabfallen der Ladung zu verhindern. Doch welche Möglichkeiten gibt es? Und welche Strafen können im Fall einer unzureichenden Ladungssicherung drohen? Wir geben die Antworten.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um die Ladung ordnungsgemäß zu sichern: Die formschlüssige sowie die kraftschlüssige Sicherung. Bei einem Schutz durch Formschluss wird die Ladung so gut und bündig platziert, dass keine Lücken entstehen, die ein Verrutschen überhaupt zulassen. Lücken, die sich nicht auflösen lassen, können mit Füllmaterial gefüllt werden. Zusätzlich kann die Ladungssicherung in Spann- und Zurrgurte sichergestellt werden. Bei der kraftschlüssigen Sicherung wird die Ladung mit Hilfe von Spanngurten so stark auf den Boden gepresst, dass sie aufgrund der Haftreibung nicht mehr verrutschen kann. Das erfordert jedoch Erfahrung, um zu wissen, wie viele Gurte genutzt werden müssen, um auch während der Fahrt eine ausreichende Sicherung gewährleisten zu können.

Denn die Ladung sollte nicht nur im Stand des Fahrzeuges ausreichend gesichert sein. Während der Fahrt wirken durch Bremsen und Anfahren sowie bei Kurven und Ausweichmanövern große Kräfte auf die Ladung. Dabei sind unter anderem das Gewicht sowie die Fliehkraft entscheidend. Mit Hilfe von mathematischen Formeln lassen sich die auftretenden Kräfte berechnen, um eine ausreichende Sicherung treffen zu können. Aber ehrlich: Wer macht das schon? In den meisten Fällen muss die Ladungssicherung innerhalb weniger Minuten vorgenommen sein, damit die Möbel schnell nach Hause kommen oder der LKW-Fahrer die Heimreise antreten kann. Daher gilt: Besser ein Spanngurt zu viel, als einer zu wenig.

Weiterhin gelten Regeln, die mit der Absicherung für andere Verkehrsteilnehmer einhergehen. Die Kennzeichen am Fahrzeug dürfen durch die Ladung zu keinem Zeitpunkt verdeckt sein und müssen ständig sichtbar sein. Sollte die Ladung weiter als einen Meter nach vorne oder hinten herausragen, ist die Absicherung durch ein rotes Tuch oder eine Warnleuchte erforderlich. Eine Kofferraumklappe, die sich aufgrund der Ladung nicht mehr schließen lässt, muss ebenfalls mit Spanngurten gesichert werden.

Eine falsche Ladungssicherung kann im schlimmsten Fall nicht nur gefährlich werden, sondern auch ein hohes Bußgeld zur Folge haben. Der entsprechende Katalog sieht dafür, je nach Vergehen, Geldstrafen von bis zu 75 Euro vor. Für eine unsachgemäße Ladung, die vermeidbaren Lärm erzeugt, werden bei einer Kontrolle beispielsweise 10 Euro fällig. Teurer wird es, wenn die Ladung zu weit über das Fahrzeug hinausragt, egal ob vorne oder hinten, oder die Ladung nicht ausreichend durch eine Leuchte kenntlich gemacht wurde. In diesem Fall muss der Betroffene bis zu 25 Euro zahlen. Die höchste Geldstrafe wird fällig, wenn die Ladung nicht ausreichend gegen Herabfallen gesichert ist. Für eine Gefährdung wird eine Strafe von 60 Euro verhängt, sollte es durch die unzureichende Ladungssicherung sogar zu einer Sachbeschädigung gekommen sein, kann ein Bußgeld von 75 Euro fällig werden. In beiden Fällen wird auch ein Punkt in Flensburg verteilt.

Die Ladungssicherung gehört zu den wichtigsten Grundlagen, die jeder Autofahrer beherrschen sollte. Auch aus eigenem Interesse: Koffer und Taschen können zum tödlichen Geschoss für die Insassen werden. Jedes Jahr passieren in Deutschland rund 500 Unfälle mit Personenschaden, die auf eine mangelnde Sicherung zurückzuführen sind. Mit einem ausreichenden Schutz lassen sich diese Unfälle nicht nur vermeiden, auch ein teures Bußgeld kann eingespart werden. Aus diesem Grund sollte bei jeder Fahrt - egal ob mit dem Transporter oder dem PKW - auf eine ausreichende Sicherung der Ladung geachtet werden.

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Vorzüge des Urlaubs mit einem Wohnmobil
Vorzüge des Urlaubs mit einem Wohnmobil sh | stvo.de

Ein Urlaub im Wohnmobil ist immer ein ganz besonderes, höchst individuelles Erlebnis. Im Mittelpunkt der Reise steht bei einem Urlaub im Wohnmobil immer die Freiheit, die hohe Flexibilität und die Tatsache das eigene „Zuhause“ immer dabei zu haben. Somit hat man die Gewissheit, jeden Tag so verbringen zu können, wie man es gerade möchte. Was spricht allgemein für einen solchen Urlaub im Wohnmobil?

So individuell wie die Urlaubsziele und Wohnmobile sind es auch die Personen, die die Vorzüge von Reisen im Wohnmobil zu schätzen wissen. Sicherlich gibt es auch höchst individuelle Gründe, die für einen solchen Urlaub sprechen, abgesehen davon lassen sich aber auch einige objektive Vorteile gegenüber dem Urlaub im Hotel oder mit Zelt und Auto feststellen. Dazu zählen vor allem:

Größtmögliche Flexibilität
Ein Urlaub im Wohnmobil ist sehr flexibel. Wenn es einem an einem bestimmten Ort nicht gefällt, fährt man einfach zum nächsten Ort weiter, ein Packen der Koffer oder das mitunter aufwendige Auseinanderbauen eines Zeltes entfallen. Weiterhin ist es meistens nicht notwendig, Campingplätze vorzubuchen. Somit kann man die Reise sehr spontan umgestalten, wenn es denn erforderlich ist.

Freie Wahl der Übernachtungsplätze
Neben dem Übernachten auf einem Campingplatz lässt sich mit einem Wohnwagen auch oftmals mitten in der Natur halten und nächtigen. Die besondere Nähe zur Natur lässt sich so für ganz entspannte Nächte nutzen.

Komfort
Im Gegensatz zu einem Urlaub im Auto lässt sich das Gepäck in den meisten Fällen sehr komfortabel innerhalb des Wohnmobils verstauen. Lästiges Kofferpacken ist nicht notwendig, wenn man alle Sachen in den zur Verfügung stehenden Schränken, und Stauräumen unterbringt.

Die Küche immer dabei
Einer der größten Vorteile eines Urlaubs im Wohnmobil ist die ständige Verfügbarkeit von Bett und Küche. Somit ist man nicht nur in Bezug auf Übernachtungsplätze unabhängig, sondern auch von der kulinarischen Versorgung. Je nach Ausstattung des Wohnmobils lässt sich sogar der gesamte Proviant von vornherein mitnehmen. Auch ein stilles Örtchen ist bei Bedarf jederzeit vorhanden.

Flexible Pausen ohne Zeitdruck
Mit dem Wohnmobil lassen sich jederzeit auch spontane kurze oder längere Pausen einlegen, wenn es der Ort oder die Stimmung anbietet. Einfach anhalten, einen Kaffee kochen oder eine Mahlzeit zubereiten und die Unabhängigkeit im Urlaub genießen.

Günstige Reisekosten
Abgesehen von den Anschaffungskosten eines Wohnmobils lässt sich ein Urlaub in einem solchen Gefährt vergleichsweise günstig bewältigen. Wer kein Wohnmobil sein Eigen nennt, hat die Möglichkeit eines zu mieten - z.B. bei miet.click. Auch wenn die Mietkosten in der Regel etwas höher ausfallen als es bei einem Mietwagen der Fall ist, lässt sich durch die geringen Übernachtungs- und Verpflegungskosten ein durchaus preiswerter Urlaub erleben. In der Nebensaison sind Wohnmobile naturgemäß günstiger als zur Hauptsaison.

Was sollten Anfänger beachten?
Das Fahren eines Wohnmobils ist abhängig von der Größe gewöhnungsbedürftig. Aufgrund der höhergelegenen Fahrerposition hat man aber eine sehr gute Übersicht. Gerade aus diesem Grund sollten Anfänger auch bei der Routenplanung sorgfältig darauf achten, dass die jeweiligen Strecken auch problemlos mit dem Wohnmobil zu bewältigen sind. Auch das Bepacken und richtige Verstauen des Gepäcks sollte gut durchdacht sein. Leichtes Gepäck lässt sich meist komfortabel unter dem Dach verstauen. Schwere Bestandteile des Gepäcks hingegen sollten immer möglichst weit unten, bestenfalls in Achsnähe verstaut werden. Auf das Gesamtgewicht der Zuladung gilt es unbedingt zu achten. Wer sein Fahrzeug überlädt muss nicht nur mit teuren Bußgeldern rechnen, sondern im Zweifel auch mit vermeidbaren Sicherheitsrisiken. Abgesehen davon sollte man unbedingt an alle wichtigen Dinge denken, die man bei einem Urlaub im Wohnmobil benötigt. Dazu zählen neben der individuellen Auswahl vor allem folgende Dinge:

  • Papiere (Führerschein, Personalausweis, ggf. Reisepass, Versicherungskarte etc.)
  • Reiseapotheke
  • Hygieneartikel
  • Schere, Kerzen, Taschenlampe, Outdoor-Lampe, Batterien
  • Stromkabel, Kabeltrommel, Aufladegeräte für Smartphone und Co.
  • Verpflegung
  • Spülmittel, Waschmittel, Seife, Müllbeutel
  • Campingstühle und Tisch
  • Wäscheleine
  • Decken, Bettzeug, Kissen
  • Geschirr, Küchen- und Kochutensilien, Campingkocher

Urlaub mit dem Wohnmobil ist zwar durchaus Campingurlaub, im Gegensatz zum Zelten auf Campingplätzen aber die wesentlich komfortablere Variante. Der kauf eines Wohnmobils lohnt sich aufgrund der hohen kosten meist nur bei routinierten Wohnmobil-Urlaubern, die dieses auch regelmäßig nutzen möchten. Für die allermeisten lohnt es sich daher zunächst einmal ein Wohnmobil zu mieten und Erfahrungen in dieser Art des Reisens zu machen.

Allgemeine Tipps

  • In der Nebensaison lässt sich beim Mieten ordentlich sparen.
  • Je kürzer die einzelnen Etappen der Reise geplant werden, desto entspannter lässt sich die Reise gestalten. Häufige Pausen lockern die Reise zusätzlich auf.
  • Für Anfänger ist es durchaus sinnvoll, bei der Routenplanung zunächst nur auf große Straßen zu beschränken.
  • Wie bei jeder Reise sollte ein möglichst geschickter Abfahrtszeitpunkt gewählt werden, bestenfalls dann, wenn kein Urlaubsverkehr den Verkehrsfluss trübt.
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Verkehrsregeln für Einsatzfahrzeuge in Deutschland und Österreich
Verkehrsregeln für Einsatzfahrzeuge in Deutschland und Österreich sh | stvo.de

Martinshorn einschalten und Gas geben - ohne Rücksicht auf rote Ampeln oder andere Verkehrsteilnehmer. Ist das bei Einsatzfahrzeugen so erlaubt? Und: Dürfen Polizeifahrzeuge eigentlich falsch parken und ist es Rettungswägen gestattet eine Straße stundenlang zu blockieren? Dieser Beitrag klärt über die Verkehrsregeln für Einsatzfahrzeuge in Deutschland und Österreich auf.

Sonderrechte für Einsatzfahrzeuge in Deutschland
Ob Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr oder der Katastrophenschutz: Wenn hoheitliche Aufgaben dringend zu erledigen sind, werden die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung außer Kraft gesetzt – wenn die blaue Leuchte und/oder das Martinshorn im Einsatz sind. Handelt es sich beim Einsatzfahrzeug um einen Rettungswagen, dürfen auch dann die Vorschriften im Straßenverkehr gebrochen werden, wenn medizinische Versorgung höchst eilig erforderlich ist. Abgesehen von den genannten Einsatzfahrzeugen dürfen bestimmte Straßenbaufahrzeuge, wie zum Beispiel die der Müllabfuhr oder der Telekommunikationsunternehmen, spezielle Sonderrechte in Sachen Halten und Parken ausnutzen.

In jedem Fall gilt, dass Sonderrechte den anderen Verkehrsteilnehmern angezeigt werden müssen. Das geschieht beispielsweise durch ein Blinklicht oder das Martinshorn. Anderen Verkehrsteilnehmern muss die Dringlichkeit vor Augen geführt werden, die den Vorrang im Straßenverkehr vor anderen Straßenverkehrsteilnehmern zwingend erforderlich macht. Einsatzfahrzeuge haben die Pflicht, die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht zu gefährden. Die Aktivitäten müssen verhältnismäßig sicher sein. Der Begriff „verhältnismäßig“ zeigt an, dass die Sonderrechte nur dann beansprucht werden dürfen, wenn sie den Verhältnissen entsprechend sicher sind. Typisch Deutschland: Es gibt viele Ausnahmen und zahlreiche differierende Rechtsauffassungen dazu. Ein Beispiel soll zeigen, was mit Verhältnismäßigkeit gemeint ist.

Ein Straßenfahrzeug reinigt in einer Stadt den Kanal und steht dazu mitten auf einer Kreuzung. Die anderen Verkehrsteilnehmer können die Situation überblicken und entsprechend vorsichtig fahren. Würde das Straßenfahrzeug die Aktivität auf der Beschleunigungsspur einer Stadtautobahn ausüben, wäre die Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer zu groß. Die gelbe Warnlampe allein reicht nicht aus, es wären weitere Maßnahmen zu ergreifen.

So regelt Österreich Sonderrechte für Einsatzfahrzeuge
In Österreich sind die Regelungen etwas konkreter. Die Straßenverkehrsordnung und das Kraftfahrgesetz definieren Einsatzfahrzeuge anhand des verwendeten Blaulichts und/oder des akustischen Signals. Ein Einsatzfahrzeug wird rein rechtlich betrachtet nur dann als solches mit Sonderrechten betrachtet, wenn die Warnlampe und/oder das akustische Signal im Einsatz sind. Dabei schreibt Paragraf 26 Abs. 1 der österreichischen Straßenverkehrsordnung vor, dass optische und akustische Signale nur in Betrieb genommen werden dürfen, wenn Gefahr im Verzug ist. Gefahr ist in Verzug, wenn das Einsatzfahrzeug sich beispielsweise auf direktem Weg zum Einsatzort befindet. Damit es schneller durch den Straßenverkehr kommt, schaltet es die Signallampe an, was andere Verkehrsteilnehmer auf die Situation aufmerksam macht. Sie machen Platz und lassen den Einsatzwagen hindurch - so die Theorie. Die Straßenverkehrsordnung legt fest, welche Sonderrechte Einsatzfahrzeuge haben:

  • Verkehrsverbote oder Verkehrsbeschränkungen gelten für Einsatzfahrzeuge nicht. Allerdings dürfen weder Menschen noch Sachen Schaden nehmen. Grundsätzlich haben Einsatzfahrzeuge immer Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern.
  • Fährt ein Einsatzfahrzeug auf eine Ampel zu, darf es auch bei Rot durchfahren. Es ist aber verpflichtet vorher anzuhalten und zu prüfen, dass weder Menschen noch Sachen zu Schaden kommen können. Wird der Verkehr auf einer Kreuzung nicht durch eine Ampel, sondern durch einen Verkehrspolizisten geregelt, ist dieser verpflichtet das Einsatzfahrzeug vorrangig durchzulassen.
  • Sonderregelung Einbahnstraße: Auch Einsatzfahrzeuge müssen in die richtige Richtung in eine Einbahnstraße einfahren. Nur wenn der Einsatzort nicht schnell genug über den regulären Verkehrsweg erreichbar ist oder wenn sowieso anderslautende Ausnahmeregelung in der Einbahnstraße für andere Kfz oder Fuhrwerke bestehen, darf auch das Einsatzfahrzeug gegen die übliche Fahrtrichtung in die Einbahnstraße einbiegen.
  • Wenn mehrere Einsatzfahrzeuge zusammentreffen ist eine ganz bestimmte Reihenfolge einzuhalten. Zuerst kommen Rettungsfahrzeuge, danach Feuerwehrfahrzeuge, dann Sicherheitsdienstfahrzeuge dann erst die anderen Einsatzfahrzeuge. Oft bietet sich den Einsatzkräften vor Ort eine unübersichtliche Situation. Verfügen sie über ein mobiles Einsatzmanagement-System, wie beispielsweise EMEREC im Bereich der Feuerwehren, erleichtert es den am Einsatz beteiligten Personen, die Abläufe effizienter zu strukturieren.

Verhaltensregeln für Verkehrsteilnehmer bei gelben Warnlampen
Ein gelbes Blinklicht signalisiert in Deutschland zum Beispiel einen Gefahrgutstransport, wird aber auch in vielen anderen Situationen eingesetzt. Grundsätzlich ist es eine Warnung vor einer Gefahr im Straßenverkehr. Die Warnlampe kann an einem Schwertransporter installiert oder an einem Müllwagen zu finden sein. Auch Abschleppdienste verfügen über gelbe Warnlampen. In Österreich und auch in Deutschland bedeutet also ein gelb blinkendes Licht im Straßenverkehr die Warnung vor einer ungewöhnlichen Verkehrssituation, in die ein besonders breites oder langes, langsames oder stehendes Fahrzeug mit Sonderaufgaben involviert ist. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb aufmerksam fahren, um in der Verkehrssituation richtig und sicher zu reagieren.

Blaulicht im Straßenverkehr: Bedeutung und Konsequenzen für andere Verkehrsteilnehmer
Blaulicht ist in Deutschland allein für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und sonstigen Einsatzkräften (zum Beispiel Technisches Hilfswerk) vorgesehen. Gleiches gilt für den Einsatz eines Martinhorns.

In Österreich werden Fahrzeuge mit blauem Licht und/oder blauen Scheinwerfern ausgestattet, die zu diesen Institutionen gehören:

  • Öffentlicher Sicherheitsdienst die Polizei, Gendarmerie, Asfinag-Mautaufsicht
  • Militär
  • Zoll
  • Finanzbehörde
  • Feuerwehr
  • Rettungsdienste
  • Fahrzeuge von Behörden/Organisation mit Sicherheitsfunktionen, zum Beispiel Entstörungsfahrzeuge der BOS-Netze
  • Ausnahmsweise Sondertransporte mit Genehmigung zur Transportabsicherung

Weitere Ausnahmegenehmigungen erteilen die Behörden für öffentliche Hilfsdienste, Ärzte in Bereitschaft, medizinische Bereitschaftsdienste, freie Hebammen, Tierärzte und andere Hilfsdienste, die bei Verkehrsunfällen aktiv werden. Die Genehmigungen werden nur auf Antrag gewährt.

Verhaltensregeln bei Blaulicht
Kommt Blaulicht zum Einsatz, bedeutet das für Verkehrsteilnehmer in Deutschland und Österreich, dass sie unbedingt ausweichen und Platz machen müssen. Diese Vorgabe gilt nicht nur, wenn das Martinshorn erklingt, sondern bereits dann, wenn Blaulicht eingesetzt wird. Beim Ausweichen und Platz machen muss immer auf Sicherheit geachtet werden. Das bedeutet, nicht abrupt abzubremsen, die direkte Umgebung im Auge zu behalten und so schnell wie möglich die Spur freizumachen. Falls dazu ein Spurwechsel erforderlich ist, ist immer der Blinker zu setzen. Auf Autobahnen ist der Pannenstreifen freizuhalten und eine Rettungsgasse zu bilden.

Blaulicht ist höchste Alarmstufe, deshalb wird Missbrauch schwer geahndet. Ein willkürlicher Einsatz ist strafbar.

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