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Newsletter Winter 2019

Was Sie in diesem Newsletter erwartet: 3 Tipps und Hinweise zur Kfz-Zulassung, Grundregeln für richtige Ladungssicherung und ob Navi-Apps während der Fahrt erlaubt sind.
3 Tipps und Hinweise zur Kfz-Zulassung
3 Tipps und Hinweise zur Kfz-Zulassung sh | stvo.de

Die Kfz-Zulassung ist ein Muss: Wer sein Fahrzeug legal auf deutschen Straßen bewegen möchte, benötigt amtliche Kennzeichen mit einem Zulassungsstempel. Den gibt es nur, wenn das Kraftfahrzeug auch zugelassen ist. Damit der Besuch in der Zulassungsstelle schnell und problemlos verläuft, ist es sinnvoll, einige wichtige Dinge zu beachten. Hier drei Tipps und Tricks rund um die Kfz-Zulassung.

Tipp 1: Kfz-Zulassung – welche Unterlagen müssen mit?
Für die Kfz-Zulassung sind bestimmte Dokumente Pflicht. Primär geht es darum, dass der zuständige Bearbeiter in der Zulassungsstelle die Sicherheit hat, dass mit dem Fahrzeug alles in Ordnung ist. Ebenfalls sollte der neue Halter auch wirklich berechtigt sein, das Kraftfahrzeug zuzulassen. Deshalb sind diese Unterlagen vonnöten:

  • Ausweis
  • Zulassungsbescheinigung Teil I und II (früher Fahrzeugschein und -brief)
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • gültiger HU-Nachweis

Wenn der zukünftige Halter das Fahrzeug selbst zulässt, ist es ausreichend, wenn er einen Reisepass oder den Personalausweis mitnimmt. Soll die Zulassung für einen Dritten übernommen werden, sind eine Vollmacht sowie eine Ausweiskopie vom eigentlichen Halter notwendig.

Ehemals als Fahrzeugschein und -brief bezeichnet, sind auch die Zulassungsbescheinigung Teil I und II wichtig. In der Zulassungsbehörde wird ein neuer Schein ausgestellt, auf dem die Daten des neuen Halters zu finden sind. Der Brief wird meistens nur erweitert.

Wichtig ist ebenfalls, dass der Wagen alle sicherheitsrelevanten Kriterien erfüllt, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Deshalb muss für die Kfz-Zulassung auch ein Nachweis über die gültige Hauptuntersuchung mitgenommen werden. Es ist übrigens unerheblich, bei welcher Prüfstelle – TÜV, Dekra usw. – die HU abgenommen wurde. Von Relevanz ist nur, dass dem Fahrzeug eine Prüfplakette zugeteilt wurde.

Das letzte Dokument, das für die Kfz-Zulassung noch essenziell ist, ist die eVB-Nummer. Das ist der Nachweis, dass das Fahrzeug haftpflichtversichert ist. Je nach Versicherungsgesellschaft kann man die Versicherungsbestätigung telefonisch oder sogar online anfordern.

Tipp 2: Schlange stehen vermeiden – Online-Reservierung nutzen
Wer kennt das nicht? In der Zulassungsbehörde ist gerade zur Rushhour – Freitag morgens und nach Feierabend – ziemlich viel los. Damit gehen nicht selten lange Wartezeiten einher, die man sich aber sparen kann. Viele Zulassungsstellen bieten mittlerweile Termine an, die sich über die Webseite reservieren lassen. Wer mit Termin ins Amt geht, ist gleich an der Reihe und muss keine Nummer ziehen. Somit lässt sich wirklich Zeit sparen.

Eine weitere Möglichkeit, um die Zeitersparnis zu vergrößern, ist es, die geprägten Wunschkennzeichen bereits mitzunehmen und nur noch abstempeln zu lassen. Einfach im Internet Kennzeichen reservieren, dann die Nummernschilder bestellen und mit dem fertigen Schilderpaar in die Zulassungsstelle gehen. So entfällt doppeltes Anstellen – schlicht und ergreifend, weil man nicht den Schildermacher vor Ort aufsuchen muss, sondern gleich alle wichtigen Dinge beisammen hat.

Tipp 3: Zum TÜV ohne Zulassung fahren?
Ein Auto wurde vom Vorbesitzer bereits abgemeldet und ist aktuell nicht zugelassen, allerdings liegen alle für die Zulassung relevanten Unterlagen vor. Dabei handelt es sich um einen Ausnahmefall, bei welchem man auch ohne Zulassungsstempel auf dem Schild zur Zulassungsbehörde fahren darf. Wichtig ist hierbei jedoch, dass für das Fahrzeug bereits eine eVB-Nummer angefordert wurde. Denn: Nur, wenn Versicherungsschutz vorliegt, darf man ein Fahrzeug fahren, das nicht zugelassen ist. Es ergibt Sinn, sich von der Versicherung eine schriftliche Bestätigung einzuholen, dass die Fahrt zur Kfz-Zulassung gestattet ist.

Gleiches gilt für folgenden Fall: Es fehlt noch der gültige HU-Nachweis, deshalb steht noch der Weg zur Prüfstelle aus. Danach soll das Fahrzeug direkt zugelassen werden. Auch hier ist es laut Paragraf 10 Abs. 4 Fahrzeug-Zulassungsverordnung gesetzlich gestattet, ohne Zulassung zu fahren. Wichtig ist jedoch, dass immer die direkten Wege genommen werden. Wer einen Umweg zum Supermarkt macht, um sich eine Stärkung zu kaufen, riskiert eine Strafe.

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Grundregeln für die richtige Ladungssicherung
Grundregeln für die richtige Ladungssicherung sh | stvo.de

Immer häufiger kommt es zu Unfällen. Die Sicherheit auf deutschen Straßen nimmt ab, so ist den Medien zu entnehmen. Dabei sind überhöhte Geschwindigkeit, lange nicht überprüfte Fahrzeuge, unzureichendes Reifenprofil sowie nicht ordnungsgemäß beseitigte Mängel häufig die Ursache. Nicht selten kommt es zu Unfällen hervorgerufen durch ungesicherte, falsch oder unvollständig gesicherte Ladung auf Fahrzeugen. Der Führer und der Halter des Fahrzeugs sowie der Versender der Ladung sind verpflichtet, auf öffentlichen Wegen sicherzustellen, dass es nicht zu einer Gefährdung kommt. Deshalb ist es notwendig, die komplette Ladung ordnungsgemäß zu sichern. Mangelnder Schutz ist gerade im Transportgewerbe ein stets aktuelles Thema.

Allgemeine Hinweise beachten
Für den Transport von Gütern ist es wichtig, geeignete Fahrzeuge einzusetzen und die Ladung so zu verstauen, dass sie weder verrutschen, kippen noch herunterfallen kann. Die genauen gesetzlichen Vorschriften dazu stehen in § 22 Straßenverkehrsordnung. Mindestens genauso wichtig ist es, dass die Ladung beim Sichern unbeschädigt und damit intakt bleibt. Mit den praktikablen Tipps von Pamyra zur Transportsicherung von Zweirädern, wie Motorräder oder Fahrräder, wird deutlich, dass jedes Gut seine Besonderheiten bei der Verpackung und Verladung hat. Allgemein ist darauf zu achten, dass der Ladungsschwerpunkt so niedrig wie möglich ist und sich in der Längsmittelebene befindet. Dabei sind die zulässigen Achslasten zu berücksichtigen, ohne die Mindestachslasten zu unterschreiten. Dass die Fahrgeschwindigkeit an die geltenden Straßen- und Verkehrsverhältnisse angepasst sein sollte, versteht sich von selbst.

Spezielle Ausstattung lohnt sich
Eine Ladung sicher zu transportieren, ist kein Hexenwerk. Bei verschiedenen Schwerlasten ist eine einfache Verladung nicht ausreichend, das meint einfaches Verzurren mit einer Kette oder einem Gurt. Da dies häufig nicht den Vorschriften entspricht, sind weitere Hilfsmittel notwendig, wie zum Beispiel spezielle Antirutschbalken aus Gummi. Sie eignen sich für eine dauerhafte Anwendung und sind deshalb eine gute Investition. Diese können verhindern, dass es während des Transports zu einer Beschädigung des Transportgutes oder – schlimmer noch – zu einem Unfall kommt.

Wer haftet für die Folgekosten?
Kommt es zu einem Schaden, stellt sich die Frage nach der Haftung. Wer kommt für die Folgekosten auf? Das Merkblatt des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. „Verantwortlichkeit bei der Ladungssicherung“ gibt dazu weitere Auskunft. In § 412 des Handelsgesetzbuches ist ebenfalls klar geregelt, wer für das Be- und Entladen verantwortlich ist. Dabei können die Folgen vielfältig sein – vom Bußgeldbescheid bis zur Haftstrafe und einer Verurteilung gemäß Strafgesetzbuch ist alles möglich. Wer seine Ladung nicht korrekt sichert, verstößt gegen gewerberechtliche Vorschriften. Die Folgen können ein hohes Bußgeld und/oder Auflagen seitens der Behörden sein. Sollte während des Transports etwas passieren, weil die Ladung nicht ausreichend gesichert war, hat das kostspielige Folgen. Dabei ist es irrelevant, was passiert. Es ist notwendig, stets die Grundregeln für eine ordentliche Ladungssicherung zu beachten.

Möglichkeiten, die Ladung ordentlich zu sichern

  • Formschluss
    Dabei nehmen die zu transportierenden Güter so viel Platz ein, dass im Laderaum der gesamte Platz ausgenutzt ist. Es bleiben keine Ecken oder Lücken frei. Auf diese Weise ist die Ladung fixiert und sicher zu transportieren. Durch zusätzliche Schlingen und Gurte lässt sich die Sicherheit noch erhöhen.
  • Kraftschluss
    Kraftschluss ist ebenfalls perfekt geeignet, die Ladung zu sichern. Bei dieser Sicherungsmöglichkeit wird die Ladung fest auf den Boden des Fahrzeugs gedrückt. Dazu sind Gurte notwendig. Wie viel Gurte jeweils notwendig sind, lässt sich leicht anhand einer Formel berechnen.
  • Gurte
    Damit lassen sich kleinere Lasten an der Bordwand des Fahrzeugs befestigen. Die Gurte sind einfach zu handhaben und an beliebiger Stelle einsetzbar. Die meisten haben gummierte Endbeschläge, sodass es selten zu einer Beschädigung der Bordwand kommt.

Polizeikontrollen – was ist bei ungenügender Sicherung?
Die Polizei ist jederzeit zu Routinekontrollen berechtigt. Den Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten ist dabei unbedingt Folge zu leisten. Sollte der Polizei bei einer Routinekontrolle auffallen, dass die Ladung eines Fahrzeugs unzureichend gesichert ist, darf sie sofort die Weiterfahrt des Fahrzeugs verbieten. Darüber hinaus ist mit einem Bußgeld zwischen 35 und 50 Euro zu rechnen.

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Navi-Apps: Sind sie während dem Fahren erlaubt?
Navi-Apps: Sind sie während dem Fahren erlaubt? sh | stvo.de

Das Zeitalter des Internet bzw. der Apps ist für den Nutzer zweifelsohne mit vielen Vorteilen verbunden. Wo früher noch der Straßenatlas zu Rate gezogen werden musste, ist es heutzutage möglich, sich einfach via Navi-Apps auf dem Handy zum jeweiligen Ziel leiten zu lassen. Doch ist genau das eigentlich erlaubt?

In einer Zeit, in der nicht nur die Branche rund um das Car-Sharing boomt, sondern auch Autofahrer, die via Handy telefonieren bzw. SMS schreiben, mit Strafzetteln geahndet werden, ist die Frage danach, wie legal die Verwendung entsprechender Apps am Steuer ist, durchaus legitim.

Dementsprechend lohnt es sich, diesem Sachverhalt etwas genauer auf den Grund zu gehen. Was ist erlaubt und was nicht?

Es ist verboten, das Handy während der Fahrt in die Hand zu nehmen
Wer mit Handy in der Hand Auto fährt, macht sich strafbar. Somit erklärt es sich von selbst, weswegen das klassische Telefonieren (ohne Freisprechanlage) und das Schreiben einer SMS tabu sind. Verkehrsstatistiken zeigen leider immer wieder, dass das Verbot von vielen immer noch ignoriert wird. Doch ist es nicht auch gefährlich, sich mit dem Handy in der Hand den Weg weisen zu lassen? Exakt! Und genau deswegen ist es wichtig, bei der Nutzung von Navi Apps im Auto auf Plan B zurück zu greifen.

Wann ist die Nutzung von Navi Apps im Auto erlaubt?
Die gute Nachricht: für das Nutzen von Navi Apps im Auto gibt es eine Ausnahme! Diese besagt, dass die elektronische Hilfe dann genutzt werden darf, wenn sich das Handy an einer Halterung befindet.

Hierbei gilt dann jedoch auch, dass das Navigationsziel natürlich im Stehen, bei abgeschaltetem Motor, eingegeben werden muss. Um eine möglichst gute Sicht auf die virtuelle Karte gewährleisten zu können, sollte die Halterung dort angebracht werden, wo auch handelsübliche Navigationsgeräte ihren Platz finden: in der unteren Mitte der Frontscheibe.

Wichtig: eine sichere Fixierung
Wer einmal auf der Autobahn eine Vollbremsung machen musste, weiß, dass sich kleine „Accessoires“ (und eben auch Handys) schnell zu gefährlichen Wurfgeschossen entwickeln können. Daher gilt es, bei der Befestigung des Smartphones unbedingt auf einen sicheren Platz zu achten und dieses beispielsweise nicht auf Ablagen und Co. zu platzieren.

Mittlerweile bietet der Handel viele Vorrichtungen, die sich einfach anbringen und zudem an die Abmessungen des Handys anpassen lassen.

Sprachassistenten als fortschrittliche Lösung?
Gerade im Bereich Smartphone gilt, dass die Entwicklungen hier noch lange nicht abgeschlossen zu sein scheinen. Immer wieder sorgen neue Apps und Funktionen dafür, dass der Nutzerkomfort verbessert werden kann.

Viele Navi Apps auf dem Handy sind mittlerweile via Sprache steuerbar. Besonders praktisch also dann, wenn beispielsweise die Route spontan geändert oder um einen Zwischenstopp bereichert werden soll.

Wer sich auf der Suche nach einer neuen App befindet, wird in der Regel schnell fündig. Die verschiedenen Anbieter unterscheiden sich unter anderem durch die Darstellung der Karten, die Menüführung und diverse Extras voneinander. Wer jedoch auf klassische Basismodelle setzt, muss sich auch in Zukunft an die einfache Grundregel halten, sein Smartphone beim Fahren nicht anfassen zu dürfen. Sollen Einstellungen an der App verändert werden, gilt es vielmehr, diese mit Pausen zu verbinden. Letztere können übrigens auch dabei helfen, einem Sekundenschlaf vorzubeugen.

Aber, seien wir ehrlich: Autofahren macht doch zu zweit ohnehin mehr Spaß als allein. Ein mit dem Handy (und der entsprechenden App) ausgestatteter Beifahrer kann oft nicht nur besser erklären, sondern erweist sich auch in der Regel als die allgemein kommunikativere Variante.

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