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Wie teuer ist eigentlich ein Auto?

sh | stvo.de - 20.05.2019

Möglich ist es natürlich, diese Frage mit einem einfachen Betrag zu beantworten – beispielsweise mit dem Kaufbetrag. Die Realität spiegelt dieser Betrag aber mitnichten, denn neben den Anschaffungskosten kostet ein Fahrzeug auch Unterhaltskosten.

 

Der ADAC checkt Anschaffungs- und Unterhaltskosten

Um herauszufinden, wie teuer das eigene Fahrzeug ist oder das Wunsch-Fahrzeug sein wird, kann dieser Autokosten-Rechner unter adac.de benutzt werden. Nach einer Eingabe von Hersteller, Modell und Motorisierung startet die Berechnung. Das Ergebnis sind jede Menge Kosten – vom Listenpreis bis hin zu Fixkosten, Werkstattkosten, Betriebskosten und dem Wertverlust.

Ein Beispiel: Für den Opel Crossland C 1.2 Edition liegt der Listenpreis bei 19.740 Euro. Die Fixkosten belaufen sich auf 101 Euro. An Werkstattkosten fallen im Schnitt 65 Euro an. An Betriebskosten werden 133 Euro veranschlagt und der Wertverlust liegt bei 222 Euro. Das heißt auch: Wer den Opel Crossland C 1.2 Edition fahren möchte, der muss nicht nur 19.740 Euro für den Kauf bezahlen, sondern darüber hinaus noch mit durchschnittlich 299 Euro im Monat rechnen. Inkl. Wertverlust belaufen sich die monatlichen Gesamtkosten auf 521 Euro, was umgerechnet auf eine Kilometerleistung von 15.000 Kilometern im Jahr 41,7 Cent pro Kilometer bedeutet.

Zum Vergleich: Die Beispielrechnung für den VW Passat (B8) Variant sieht gleich ganz anders aus. Der VW Passat Variant 1.6 TDI SCR Trendline DSG (7-Gang) liegt bei einem Listenpreis von 33.665 Euro. Die monatlichen Fixkosten liegen bei 108 Euro, 64 Euro Werkstattkosten und 120 Euro an Betriebskosten werden im Schnitt kalkuliert. Das macht monatliche Unterhaltskosten von 292 Euro in Summe. Der Wertverlust ist mit 420 Euro deutlich höher als beim Opel Crossland. Inkl. diesem Wert belaufen sich die monatlichen Gesamtkosten des Passats auf 712 Euro monatlich, was 57 Cent pro Kilometer bedeutet.

 

Die meisten Fahrzeuge werden heute per Kreditaufnahme finanziert

Mit Blick auf die zahlreichen Kredit-, Finanzierungs- und Leasingoptionen, die es aktuell im Fahrzeugsektor gibt, wird schnell klar: Ein Fahrzeug zu finanzieren oder zu leasen, ist längst gängige Praxis und geht auch mit vergleichsweise überschaubaren Konditionen einher. Zu bezahlen ist monatlich quasi die Kredit- oder Leasingrate. Allerdings missverstehen diese viele Fahrzeughalter: Die eingangs musterhaft dargestellten Betriebskosten kommen monatlich on top.

Dennoch ist und bleibt die Finanzierung eines Fahrzeugs für viele Menschen die erste Wahl, wenn es darum geht, ein neues (oder gebrauchtes) Gefährt anzuschaffen und den Kaufbetrag nicht „auf einmal“ bezahlen zu müssen. Doch wie ist der typische Kreditnehmer eigentlich gestrickt?

Dieser Frage ist die Redaktion von Kreditheld.de nachgegangen. 1.000 Personen wurden befragt, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen, wofür und warum sie im vergangenen Jahr einen Kredit aufgenommen haben. Eine grundsätzliche Tendenz wurde bereits auf den ersten Blick klar: Mit 52 Prozent machen Ratenkredite den größten Teil aus. Dispokredite landen mit 32 Prozent auf Rang 2 vor einer Immobilienfinanzierung mit 16 Prozent.

Auch mit Blick auf die Verwendung des Kredits zeichnete sich ein klares Bild ab:

Die Wenigsten nahmen einen Kredit auf, um eine Aus- und Weiterbildung zu finanzieren (7 Prozent), um medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen (6 Prozent), für besondere Anlässe wie Weihnachten, Geburtstag und Hochzeit (5 Prozent), für Reisen und Urlaube (2 Prozent) sowie um kurzfristige Liquiditätsengpässe auszugleichen (1 Prozent).

 

Leasen oder finanzieren? Beide Optionen haben Fans

Wer vor der Aufgabe steht, einen neuen (oder gebrauchten) Wagen zu kaufen, dem offerieren Autohäuser meist direkt mehrere Kauf-Varianten. Die gängigsten Optionen sind dabei die Kreditfinanzierung oder alternativ das Leasen des Fahrzeugs. Beide Varianten bieten Vorteile, beide haben Nachteile und beide haben eine große Fanbase.

Grundsätzlich gilt: Barzahler sind im (Preis-)Vorteil. Das muss nicht bedeuten, dass der Barzahler das Geld auf dem Sparbuch hatte, um das Fahrzeug zu bezahlen. Der Barzahler-Status bedeutet vielmehr, dass beim Autohaus bar bezahlt wird. Ob das Geld aus einem Kreditvertrag stammt, bleibt irrelevant. Deswegen ist es in der Praxis die mit Abstand günstigste Methode, um ein Fahrzeug zu kaufen.

Das Leasing-Modell ist hingegen längst nicht mehr das Geschäftsmodell, das vor allem Unternehmer und Selbstständige nutzen können. Auch Privatpersonen können sich ein Fahrzeug leasen und setzen damit oft auf das „Rund-um-Sorglos-Paket“, was Versicherungen und Reparaturen angeht.

Im Leasing-Betrag sind meist alle Kosten vereint, allerdings nicht nur die. Jeder Leasing-Vertrag legt den künftigen Leasing-Nehmern auch Pflichten auf, die sie einzuhalten haben. So müssen sie beispielsweise das Fahrzeug zu bestimmten Terminen in eine (oft recht teure) Vertragswerkstatt bringen, um einen kostenpflichtigen Service durchzuführen. Vorzeitig aus dem Leasing-Vertrag auszuscheiden, ist oft mit hohen Kosten verbunden. Und am Ende der Leasing-Laufzeit steht der Fahrer ohne ein Fahrzeug da, obgleich er monatelang dafür bezahlt hat.