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sh | stvo.de - 04.10.2018

Der Winter kommt immer ganz unverhofft und die Schlangen, um die Reifen zu wechseln, sind dann lange. Nicht selten, dass der Autofahrer dann seinen Wagen stehen lassen muss, da er auf die Schnelle keine Reifen mehr wechseln konnte. Daher ist wichtig, schon frühzeitig von Sommer- auf Winterreifen umzurüsten, damit man immer auf der sicheren Seite ist und auch bei Glatteis oder Schnee problemlos und sicher fahren kann.

 

Der frühe Herbst ist der beste Zeitpunkt

Wenn der Herbst da ist, ist es Zeit an einen Reifenwechsel zu denken, wie auch reifen.de empfiehlt. Denn wer hier rechtzeitig handelt, ist auf alle Wetterlagen vorbereitet und muss zum einen kein Bußgeld befürchten und zum anderen ist er sicher auf den Straßen unterwegs. Weiterhin kommt das Problem, dass beim Wetterumschwung alle auf einmal die Winterreifen aufziehen möchten und dann einen Termin zu bekommen ist leider sehr schwer. Wer dann auf den Wagen angewiesen ist und mit Sommerreifen fahren muss, läuft Gefahr einen Unfall zu bauen und zudem auch ein Bußgeld zu erhalten.

Wer sich nicht genau sicher ist, wann der beste Zeitpunkt für die Winterreifen ist, sollte sich an die O-bis-O-Regel, die vom ADAC empfohlen wird, halten. Dies heißt, dass Winterreifen von Oktober bis zum Wochenende nach Ostern der Wagen mit Winterreifen ausgestattet sein sollten. Natürlich gibt es keine gesetzliche Regelung, auch wenn Winterreifen, laut Straßenverkehrsordnung, in Deutschland Pflicht sind. Bei Glatteis, Reifglätte, Schnee und Schneematsch sind Winterreifen vorgeschrieben und müssen auf dem Wagen vorhanden sein.

 

Hohe Bußgelder bei Fahrlässigkeit

Wer fahrlässig handelt und bei winterlichen Wetterbedingungen weiterhin mit Sommerreifen fährt, muss mit Bußgeldern rechnen. Wer mit Sommerreifen erwischt wird, zahlt ein Bußgeld von 60 Euro. Wird der Verkehr behindert, werden dann 80 Euro fällig. Zudem gibt es einen Punkt in Flensburg. Wer mit Sommerreifen unterwegs ist und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, muss 100 Euro zahlen und bekommt ebenfalls einen Punkt in Flensburg. Sollte ein Unfall entstanden sein, wegen des Fahrens mit Sommerreifen, sind 120 Euro fällig.

Doch nicht nur das. Auch der Versicherungsschutz bei der Kaskoversicherung kann wegen dieser Fahrlässigkeit gefährdet sein.

 

Weitere Vorteile, wenn frühzeitig Winterreifen aufgezogen werden

Es hat aber noch weitere Vorteile, wenn frühzeitig Winterreifen aufgezogen werden. Denn zum einen sind die Fahrer auf der sicheren Seite und zum anderen ist die Auswahl der Winterreifen noch groß. Außerdem erhält man recht schnell einen Termin in der Werkstatt und es ist nicht mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Dennoch sollte sich keiner von der 7-Grad-Regel verunsichern lassen. Diese ist längst überholt und besagte, dass Winterreifen erst dann aufgezogen werden sollten, wenn die Außentemperatur unter sieben Grad Celsius liegt. Die Branche hat sich schon längst von dieser Regel verabschiedet und diente eigentlich dazu, dass die Winterreifen nicht erst beim plötzlichen Wintereinbruch aufgezogen werden.

Allerdings sollte sich jeder im Klaren sein, dass die Bremsleistung der Winterreifen bei wärmeren Temperaturen nachlässt. Wie der ADAC testete, verlängert sich der Bremsweg je nach Temperatur bei trockener Straße um bis zu 16 Metern, wenn man Tempo 100 fährt.

Doch auch das Grip-Niveau lässt etwas nach, was auch heißt, dass die Fahrstabilität schlechter ist, wenn es wärmer ist. Dennoch sollten frühzeitig Winterreifen auf dem Wagen sein, dass man bei Reifglätte und allen anderen winterlichen Wettergegebenheiten auf der sicheren Seite ist und nicht plötzlich und unerwartet unvorbereitet auf den Winter trifft.