Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Drucken

sh | stvo.de - 15.02.2017

Das nasskalte Wetter empfinden viele Menschen als unangenehm und auch die Autos leiden unter den Folgen von Schneematsch und Streusalz. Neben der Karosserie und dem Fahrwerk hinterlassen die winterlichen Straßenbedingungen am Motor, im Innenraum und an Dichtungen ihre Spuren. Die ersten warmen Frühlingssonnenstrahlen lassen sich gut für einen umfassenden Frühlingscheck nutzen, damit das Auto den Sommer über ohne Probleme läuft und keine rostigen Grüße aus dem Winter zurückbleiben. Hier die besten Tipps für den Fitnesscheck bei Neu- und Gebrauchtwagen.

1. Motorcheck

Viele Schlauch- und Kabelverbindungen liegen ungeschützt im Motorraum und nach einem langen Winter sollten die Verbindungen und Dichtungen überprüft werden. Wenn der Motorraum stark verschmutzt ist, lassen sich die Leitungen vorab mit einem trockenen Tuch abwischen. Die eigentliche Kontrolle erfolgt dann in den nächsten Tagen, wenn zwischenzeitlich das Fahrzeug bewegt wurde. So sieht man schnell, ob irgendwo ein Leck entstanden ist und der Wagen Flüssigkeiten verliert.

Marder sind kleine Raubtiere, die keinen Winterschlaf halten und sich in Garagen besonders wohl fühlen. Ihre Biss-Spuren sind oft nur wenige Millimeter groß und Schäden lassen sich besonders einfach feststellen, wenn der Motor auf Leerlauf gestellt wird. Kleine Schaumbildungen an den Schläuchen zeigen die schadhaften Stellen. Wenn alles festsitzt und auch keine Löcher zu sehen sind, geht es mit der Kontrolle der Flüssigkeitsstände weiter. Motoröl- und Kühlwasserstand lassen sich auch ohne große Technikkenntnisse gut selbst überprüfen und bei Bedarf kann auch das Scheibenwischwasser aufgefüllt werden. Ein größerer Ölverlust deutet auf ein generelles Problem hin, dem in der Werkstatt nachgegangen werden sollte.

Ein sauberer Motor erhöht die Lebensdauer jedes Fahrzeugs. Bildquelle: © bhakpong - Fotolia.com

 

2. Lackpflege

Der Lack wird im Winter durch Rollsplitt stark beansprucht und selbst in kleinste Lackschäden kann das Streusalz eindringen und für Korrosion sorgen. Vor der Fahrt durch die Waschanlage sollte der Wagen mit dem Hochdruckreiniger vom gröbsten Schmutz befreit werden, damit scharfkantige Partikel sich später nicht in der Waschstraße wie Schleifpapier auf dem Lack reiben. Nach dem Komplettprogramm folgt ein Rundgang um den Wagen. Kleine Lackschäden sollten zeitnah ausgebessert werden, damit der Rost keine Angriffsfläche erhält. Eine Politur von Hand ist zwar mit einigen Mühen verbunden, sie schützt den Lack aber umfassender als das maschinelle Programm der Waschstraßen.

 

3. Scheiben & Beleuchtung

Durch den Rollsplitt ist die Gefahr von Steinschlag im Winter erhöht. Schon kleinste Haarrisse in der Scheibe können diese später springen lassen. Mit der richtigen Kfz-Versicherung bleibt die Reparatur von Glasschäden kostenfrei, das sollten Fahrzeughalter wissen und einen prüfenden Blick in ihre Police werfen. Im Zweifel sollten sie sich einen Versicherungswechsel vorbehalten und nach Alternativen suchen. Von Verivox gibt es günstige Angebote für Teil- und Vollkaskoversicherungen und die Nutzung des Online- Vergleichs spart außerdem Zeit und Strich Geld. Ist auch dieser Punkt geklärt, geht es weiter mit dem Check am Auto.

Die Scheibenwischgummis kämpfen im Winter ebenfalls mit Salz und Matsch. Ein Tausch der Blätter dauert nur wenige Minuten und schon ist die Sicht wieder klar. Eine Sichtkontrolle von Glas oder Kunststoff an Scheinwerfern und Rücklichtern kann nicht schaden, denn auch hier lassen sich kleine Risse mit flüssigem Kleber fast unsichtbar reparieren.

 

4. Innenraum

Der Innenraum eines Autos wird im Winter ebenfalls stärker beansprucht, denn an den Schuhen bleibt immer ein wenig Streusalz oder Schneematsch zurück. Über die kalten Monate sammelt sich so Feuchtigkeit im Wageninneren. Der erste sonnig warme Frühlingstag eignet sich perfekt zum Auslüften und Reinigen von Sitzen und Teppichboden. Sollte der Boden zu feucht für den Staubsauger sein, können einige dünne Lagen Zeitung die Feuchtigkeit aufnehmen. Mit ein paar Reinigungstipps vom Profi sieht der Innenraum nach wenigen Stunden wieder aus wie neu.

Sanfte Reinigungsmittel pflegen die empfindlichen Oberflächen im Innenraum optimal. Bildquelle: © industrieblick - Fotolia.com

 

5. Bremsen & Abgasanlage

Die Bremsen gehören zu den sicherheitsrelevanten Teilen von Fahrzeugen. Sie lassen sich zwar auf Sicht oberflächlich kontrollieren, doch der Fachmann kann besser beurteilen, ob sie den Winter wirklich gut überstanden haben. Einseitig greifende Bremsen oder ein zu geringer Bremsdruck führen immer wieder dazu, dass der Abstand zum Vordermann nicht zuverlässig eingehalten wird und das kann teuer werden. Die Abgasanlage leidet durch Rollsplitt und Kies noch mehr als die Karosserie und ein höherer Geräuschpegel oder ein erhöhter Spritverbrauch können die Folgen von Unstimmigkeiten an Teilen der Abgasanlage sein.

 

6. Das Fahrwerk

Durch die Reifen gelangen Feuchtigkeit und Salz auch zum Fahrwerk. Federn und Dämpfer sind bei neuen Fahrzeugen gut geschützt und die Waschstraße entfernt mit einer Unterbodenwäsche zuverlässig groben Schmutz. Knirschend Geräusche, die auf unebenem Untergrund oder beim Lenken lauter werden, deuten auf Probleme mit dem Fahrwerk hin. Der Fachmann kann hier mit geschultem Blick schnell die Ursache feststellen.

 

7. Reifenwechsel & Einlagerung

Nach dem letzten Schnee oder Eis werden um Ostern herum auch meist die Reifen gewechselt. Reicht die Profiltiefe noch für eine weitere Saison, können Reifen und Felgen gereinigt und eingelagert werden. Viele Werkstätten übernehmen die Einlagerung der Reifen kostenlos, wenn der Wechsel in der Werkstatt erfolgt. Sollen im kommenden Winter neue Reifen für einen guten Grip sorgen, lohnt sich im Frühjahr ein Blick in die Testergebnisse der Experten.

Die Reifeneinlagerung über den Sommer übernehmen viele Werkstätten kostenlos. Bildquelle: © Igor Tarasov - Fotolia.com

 

8. Verbandskasten

Der Verbandskasten und sein Inhalt sind in der Regel mehrere Jahre haltbar, ehe das Ablaufdatum erreicht wird. Ein Blick auf den Inhalt kann aber nicht schaden, denn vor allem in feuchten Innenräumen können Pflaster, Schere und Verbandsmull Schaden nehmen und sollten dann ersetzt werden.