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Winterreifenpflicht

sh | stvo.de - 20.12.2016

Im letzten Monat des Jahres tritt in zehn europäischen Ländern die Winterreifenpflicht in Kraft. Wer die Staaten auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub durchquert, sollte seine Pneus für die kalte Jahreszeit nicht zu Hause vergessen.

Deutschland gehört zu den Nationen, in denen es für alles eine Regel zu geben scheint. Ausgerechnet bei den Winterreifen ist in der Straßenverkehrsordnung (§ 2 Abs. 3a Satz 1 und 2) lediglich von winterlichen Wetterverhältnissen die Rede, wenn es um die Winterreifenpflicht geht. Auf Nummer sicher gehen Autofahrer, die ihre Winterreifen im Oktober montieren und bis Ostern auf dem Fahrzeug lassen. Doch es gibt Länder, die es mit der Winterreifenpflicht sehr genau nehmen – entsprechend hoch sind deren Bußgelder; Ausnahmen gelten für Reisende keineswegs.


Winterreifen sind ab November in einigen Ländern nötig

Die Winterreifenpflicht beginnt in Ländern wie Island, Slowenien, Bosnien, Montenegro, Serbien und Mazedonien ab dem 1. November; zwei Wochen später müssen Autofahrer ihr Fahrzeug auch in den nördlichen Ländern Estland, Litauen, Lettland und Finnland aufrüsten. Der Pflichtzeitraum reicht bis Ende März beziehungsweise Mitte April.

Wer in seinem Winterurlaub eines der oben genannten Länder zu dieser Jahreszeit durchquert, sollte auf Winterreifen keinesfalls verzichten, auch wenn von Schnee weit und breit nichts zu sehen ist.

In Österreich gibt es keine allgemeingültige Ausrüstungspflicht; ausgenommen ist die Profiltiefe, welche zwischen dem 1. November und 15. April mindestens vier Millimeter betragen muss. Wer die Regel missachtet, muss mit Bußgeldern zwischen 35 und 5.000 Euro rechnen.

Informieren Sie sich vor der Abfahrt in jedem Fall über die Vorschriften des Ziellandes, da diese sehr verschieden sein können. In Italien beispielsweise kann jede Provinz die Winterreifenpflicht selbst bestimmen.

 

Vor der Abfahrt die Profiltiefe prüfen

Auch wenn nur in einigen Ländern wie Frankreich und Österreich eine Mindestprofiltiefe vorgeschrieben ist, sollte man diese vor der Abfahrt in jedem Fall prüfen. Denn: Je besser das Profil, desto sicherer kann man das Fahrzeug auf glatten Straßen steuern.

Viele Autofahrer sind der Ansicht, dass eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern ausreichend ist. Dabei handelt es sich aber nur um das gesetzlich vorgeschriebene Restprofil. Experten wie der Auto Club Europa (ACE) empfehlen, die Winterreifen bei einer Profiltiefe von unter vier Millimetern auszutauschen.

Nicht nur die Profiltiefe entscheidet über die Fahrtüchtigkeit von Winterreifen. Autofahrer sollten auch einen Blick auf das Alter der Pneus werfen. Selbst wenn ihr Restprofil groß genug ist, sollte man Winterreifen nach sechs Jahren austauschen.

 

Neue Winterreifen vor dem Urlaub kaufen

Das Restprofil ist zu gering oder die Winterreifen zu alt – dann ist vor dem Urlaub eine Investition in neue Pneus zu tätigen. Vor dem Kauf sollte man einen Blick in den Fahrzeugschein werfen. Unter den Ziffern 20 und 21 oder 22 und 23 findet man die zulässigen Standarddimensionen; andere Größen sind unter Punkt 33 zu finden.

Einfacher ist es, wenn man die passenden Winterreifen bei Anbietern wie tyre-pool.de sucht. Mithilfe der Suchmaske geben Autofahrer die wichtigsten Daten an, darunter den Geschwindigkeitsindex, Reifentyp sowie weitere Eigenschaften, die der Winterpneu besitzen soll.

Für welche Winterreifen sich Pkw-Besitzer letztendlich entscheiden, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Das Budget spielt natürlich eine große Rolle, sollte aber nie zulasten der Sicherheit gehen. Generell gilt: Breite Reifen erhöhen die Kurvenstabilität, kosten aber auch mehr Geld; außerdem erhöhen sie den Verbrauch und steigern das Risiko für Aquaplaning.

 

Winterreifen kaufen: Premium- oder Billigsorten?

Wer mit einem knappen Budget auskommen muss, entscheidet sich häufig für günstige Reifen aus dem Osten. Winterreifen made in China schneiden in Testberichten von Autozeitschriften und -clubs in der Regel weniger gut ab. Aber: Auch die Premium-Hersteller haben einige schlechte Modelle im Angebot. Vor dem Kauf sollte man sich Testberichte wie diesen vom ADAC ansehen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Wichtiger als die Marke ist immer die Leistung des Pneus. Die Herausforderung liegt darin, den besten Winterreifen in der gewünschten Dimension passend zu seinem Budget zu finden – bei dieser Entscheidung helfen aktuelle Winterreifentests.

Nach dem Kauf müssen die Winterreifen natürlich noch ausgewuchtet und montiert werden – und das am besten in einer Fachwerkstatt. Anschließend fährt man die Reifen vorsichtig ein, bevor der Urlaub beginnt. Das Einfahren ist wichtig, damit die Pneus auf dem Weg in den Urlaub ausreichend Grip liefern.

 

Wenn der Winterreifen im Ausland kaputt gehen

Ein platter Reifen im Ausland kann schnell zum Problem werden. Der Ersatzreifen ist nur für kurze Strecken geeignet und ist meist kein Winterreifen. Wo findet man schnell einen Ersatzreifen?

Heutzutage kann man Pneus im Internet bestellen, was aber beim Auslandsaufenthalt schwer wird. In solchen Situationen sind Autofahrer beraten, eine seriöse Werkstatt aufzusuchen, die den gewünschten Winterreifen bestellen kann.

Wenn man schon in einer Werkstatt ist, sollten die Fachmänner einen Blick auf die restlichen Reifen werden. So kann man beruhigt die Reise fortsetzen.