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Schulweg – fahren? Laufen!

sh | stvo.de - 16.09.2015

Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Da sie deren Sicherheit gewähren wollen, fahren sie ihren Nachwuchs direkt vor die Schule. Dies beruhigt einerseits die Eltern, andererseits hält dies den Lernprozess der Kinder im Umgang mit dem Straßenverkehr und die damit einhergehende Verantwortung auf. Auch wird die Entwicklung der Selbstständigkeit der Kinder und deren soziale Kompetenz nicht gefördert. Der Schulweg ist voll mit Reizen und schon viele Kinderfreundschaften sind dort entstanden.

Der Fußweges der Kinder zur Schule hat zudem einen weiteren Nebeneffekt, der oft unterschätzt wird: Vor bzw. nach einem langen Schultag, den die Kinder zum Großteil sitzend verbringen, wirkt sich die Bewegung positiv auf die Gesundheit, die Muskulatur und Gelenke der Kinder aus.

Durch das Bringen der Kinder zur Schule kommt es zu einem hohen Aufkommen an Fahrzeugen vor Bildungseinrichtungen. Je nach den örtlichen Gegebenheiten, wie zum Beispiel eine enge Straße oder wenig Parkmöglichkeiten, kann es zu Problemen mit Schulbussen und anderen Fahrzeugen kommen. Zudem ist dieses hohe Verkehrsaufkommen auch eine Gefahr für die Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen.

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, haben einige Schulen in Nordrhein-Westfalen „Hol- und Bringzonen“ eingerichtet, um den Eltern eine sichere Anlaufstation zu bieten und von denen die Kinder zur Schule laufen können. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Schulweg zusammen mit den Kindern zu laufen und sie nach und nach selbstständig laufen zu lassen.