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Gigaliner

ab | stvo.de - 13.08.2015
Seit 2012 läuft das Experiment: Mit einer Länge von 25,25 Metern bahnen sich die Lang-LKW ihren Weg über die deutschen Straßen. Damit sind sie ganze 6,50 Meter länger als die bisher zugelassenen Lastkraftwagen. Ende 2016 geht die Testphase zu Ende. Dann muss entschieden werden, ob die Vor- oder die Nachteile der Riesenlaster überwiegen.

Mit 119 Gigalinern beteiligen sich derzeit 45 Unternehmen an dem Projekt. Bislang gehen die Stimmen der Befürworter und Gegner aber noch weit auseinander. Dass es noch eine große Anzahl an Skeptikern gibt, zeigt auch die Beteiligung der Bundesländer an dem Test. Während vier Bundesländer noch ein striktes Einreiseverbot für die Lang-LKW durchsetzen, werden in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Baden-Württemberg immerhin Teilstrecken zur Verfügung gestellt. In NRW sind nur Euroliner, eine kleinere Variante der Gigaliner, zugelassen.

In den restlichen Bundesländern haben die Gigaliner freie Fahrt. Die bisherigen Auswertungen haben ergeben, dass zwei Riesenlaster drei herkömmliche LKW ersetzen, sodass der Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent reduziert werden konnte. Auch die CO²-Emissionen wurden bereits um mehrere Tonnen reduziert. Wieso also so viel Kritik?

Zum einen, weil Umweltaktivisten aufgrund der Kraftstoffeinsparung einen deutlichen Anstieg der LKW auf den Straßen befürchten. Das würde wiederum eine hohe Umweltbelastung zur Folge haben. Ein Ausbau der Eisenbahnstrecken und der Transport über Binnenschiffe sollte stattdessen gefördert werden. Auch, weil es den Gigalinern – trotz ihrer Größe – nicht gestattet ist, mehr als 40 Tonnen zu befördern. Sie sind daher nur für große Ware geeignet, die wenig wiegt.

Zum anderen wäre da noch das Thema Sicherheit. Im Test ergaben sich v. a. abseits der Autobahnen einige Probleme: In Tunneln fehlten ausreichend lange Nothaltebuchten, Kreisverkehre mit einem zu geringen Radius und Kreuzungen erschwerten den Gigalinern den Weg. Außerdem könnten die Lang-LKW auch für Autofahrer ein erhöhtes Risiko bei Überholvorgängen auf den Bundesstraßen darstellen, da die Überholstrecke verlängert wird.

Ob sich die Gigaliner auf den deutschen Straßen letztendlich durchsetzen, steht noch in den Sternen. Was aber jetzt schon feststeht ist, dass es wohl bis Ende nächsten Jahres, wenn der Feldversuch abgeschlossen ist, noch einige Diskussionen von Politikern und Umweltaktivisten über die Mega-Trucks geben wird.