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mh | stvo.de - 29.10.2014

Seit dem 1. April 2014 gibt es bei der theoretischen Führerscheinprüfung nun auch Videofragen, die typische Gefahrensituationen im Straßenverkehr anschaulicher darstellen können. Am 1. Oktober wurde dieser Videofragen-Katalog bereits wieder erweitert. Ziel dieser neuen Fragen ist es, den Fahranfängern bereits bei der theoretischen Prüfung ein besseres Gefühl für echte Gefahrensituationen zu vermitteln.

Jeder Fahrschüler muss in seiner theoretischen Führerscheinprüfung nun zwei der insgesamt 60 Videofragen beantworten können. Die Videosequenzen dürfen maximal fünfmal angesehen werden, bevor dem Prüfling eine Frage zu der gezeigten Situation gestellt wird. Nachdem die Frage angezeigt wurde, kann das Video anschließend nicht mehr angesehen werden. Dadurch lernt der Fahranfänger die entsprechende Verkehrssituation mit seinem eigenen Wissen zuerst zu beurteilen und anschließend die relevanten von den irrelevanten Aspekten zu trennen. Einfaches auswendig lernen reicht somit bei der Prüfung nicht mehr aus. Man muss sich nun auch mit bestimmten Verkehrssituationen genauer beschäftigen, um diese auch zu begreifen.

Des Weiteren erhofft sich das Verkehrsministerium, dass sich durch die realitätsnahen Prüfungsfragen die Sensibilität für den Straßenverkehr bei Fahranfängern stärker ausprägt und folglich auch das Unfallrisiko gesenkt werden kann.