ms | stvo.de - 04.08.2015
„Project LiveWire“, so heißt das elektro-betriebene Konzeptbike von Harley Davidson. Dass ein Elektrobike ausgerechnet von Harley kommt überrascht so ziemlich jeden, vor allem weil der vertraute Harley-Sound fehlen würde. Doch LiveWire kommt bei den meisten Testern gut an, was auch an dem Sound, der etwas mit dem eines Düsenjets gemein hat, liegt.

Bisher gab es 7.500 Probefahrten und 12.000 „Jump Starts“ auf der Rolle, für die kein Führerschein benötigt wird. Noch ist es ein Prototyp, jedoch soll es schon vor 2020 in Serie gehen. Bis dahin wird Harley Davidson noch einige Testfahrten durchführen um ihr elektro-Motorrad den Wünschen der Kunden besser anpassen zu können.

LiveWire wird mit einem dreiphasigen Wechselstrommotor, der bei 8000 U/min eine Leistung von 55kW/74 PS bringt, angetrieben und fährt damit aus dem Stand von 0 auf 100 in unter vier Sekunden. Dies liegt auch am leichten Gewicht des Motorrads (210 kg Leergewicht), das vor allem dem Voll-Aluminium-Rahmen zu verdanken ist.

Auf einem Touchscreen, der unter anderem Geschwindigkeit und Restreichweite anzeigt, kann der Fahrer zwischen den zwei Fahrmodi „Power“ und „Range“ auswählen. Der Modus „Power“ ist für die maximale Leistung, mit der man eine Maximalgeschwindigkeit von 148 km/h erreichen kann und der Modus „Range“ für die höchstmögliche Reichweite, die bei ca. 100 km liegt. Dieser Wert soll laut Frank Klumpp, dem Marketing-Chef von Harley-Davidson Deutschland, bis zum Serienstart noch erheblich vergrößert werden. Der Akku braucht ungefähr dreieinhalb Stunden bis er wieder voll aufgeladen ist. Somit ist LiveWire nicht unbedingt zum Reisen geeignet, für den normalen Einsatz auf der Straße reicht sie jedoch meist vollkommen aus.