tw | stvo.de - 01.06.2015

Nachdem Anfang Mai 2015 Daimler den ersten selbstfahrenden LKW auf die Straße schickte, zieht jetzt Google mit einem kleinen Zweisitzer nach. Die normalerweise als Marktführer von Internet-Suchmaschinen bekannte Google Inc. startete 2009 mit der Entwicklung des Prototypen. Seither wuchs die Google-Flotte auf 20 Fahrzeuge heran, die nun mit einer gesamten Teststrecke von 2,7 Mio. km als soweit gesichert gilt, dass das Google-Auto nun auch im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden darf. Mit bis zu 40 km/h fahren die Autos durch die Google Heimatstadt Mountain View.


Technik

Der kleine Stadtflitzer besitzt ein ausgetüfteltes System aus Radar- und Laser-Sensoren. Diese sind auf dem Dach angebracht und tasten ununterbrochen ihre Umgebung ab. Durch eine gleichmäßige Drehung können so Hindernisse bis zu einer Entfernung von bis zu 50 m erfasst werden. Aus den empfangenen Signalen entstehen im Computer des Fahrzeugs schließlich dreidimensionale Bilder, die bis auf 2 cm genau sind. So kann das Fahrzeug durch Hindernisse manövrieren. Zunächst wurde diese Technologie in Fahrzeuge anderer Autohersteller, wie Toyota verbaut. Nun bringt Google auch seine ganz eigenen Autos auf die Straße.


Ausblick

Noch befindet sich das Google-Auto in einer Testphase. Jedoch rechnen Experten damit, dass im Jahr 2020 selbstfahrende Autos regulär im Straßenverkehr auftauchen. Diese Autos werden ohne Lenkrad, sowie Gas- oder Bremspedal auskommen. Eine Studie zu Unfällen mit dem Google-Auto weist seit 2009 elf Unfälle auf. Jedoch konnte festgestellt werden, dass bei keinem dieser Unfälle der Google-Zwerg schuldig war. Und nachdem es auch keine schwerwiegenden Schäden oder gar Verletzte gab, kann getrost weiter in diese Technologie investiert werden. Wenn der kleine Flitzer in Zukunft sogar Unfälle vermeidet, wie Urmson, Projektleiter der Roboterfahrzeuge, prophezeit, können wir gefahrlosem und bequemem Autofahren entgegenblicken.